Eindrücke vom 1. Autorenkongress des FDA Landesverband Berlin in Birkenwerder


Lesezeit: unter 5 Minuten

Mein Fazit: Ein gelungener Kongress mit spannenden Begegnungen, tollen Gesprächen, ermutigenden Austausch und einer willkommenen Atmosphäre.

Warum eigentlich zum Autorenkongress nach Birkenwerder?

Mein Mann ist ein leidenschaftlicher Sportfischer und  zweimal im Jahr nimmt er an Angelfestspielen teil, die sich über mehrere Tage strecken. Nicht immer schneidet er dabei gut im Wettkampf ab, vielmehr sind es die Tage unter Gleichgesinnten, die ihn begeistern. Genau so etwas wünschte ich mir auch, einen Austausch unter Gleichgesinnten, unter Schriftstellern, Autoren, Lyrikern und all denen, die sich in der Welt der Schreibenden wohl fühlen.

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Screenshot: Tempest Newsletter Juli 2015

Ich suchte nach Schreibreisen und fand vieles, nur nicht das, was ich mir erhoffte. Ich stolperte über Workshops, doch trafen auch diese meine Erwartungen nicht. Sicher muss ich beim Schreiben noch viel lernen, doch zunächst einmal wollte ich mich austauschen.

Als ich den Newsletter der Tempest überflog, blieb ich plötzlich an dem Wort „Autorenkongress“ hängen. Es war der 18. August. Am nächsten Tag rief ich sofort an, um zu erfahren, ob es noch einen Platz für mich gab. Am Telefon begrüßte mich herzlich T.A.Wegberg, Autor, Lektor und Vorstandsmitglied des FDA Berlin. Es gab noch einen Platz und in Gedanken befand ich mich schon auf den Weg nach Birkenwerder, eine Gemeinde nördlich von Berlin.

Wie sah das Programm aus?

Noch vor dem offiziellen Beginn mit einem gemeinsamen Abendessen traf ich einige der Teilnehmer, die sich bereits kannten. Doch ich fühlte mich keineswegs ausgeschlossen. Im Gegenteil ich wurde mit offenen Armen begrüßt, auch von der FDA Vorsitzenden Inge Beer und ihrem Stellvertreter Jordan (T.A.Wegberg). Später gab es noch eine kreative Vorstellungsrunde, bevor einige der Teilnehmer ihre Bücher in einem 5-Minuten Buchpitch vorstellen durften. Auch ich hatte die Gelegenheit über mein Buch: Aus der Sicht der Dinge* zu sprechen.

Der nächste Morgen begann mit einem Selbst-Coaching Workshop mit Heike Puls. Bevor wir uns über die Zeit zum Schreiben ausführlich austauschten, durften wir  zum Thema: „Ich“ schreiben. Die Frage nach wann und wie oft jeder schreibt wurde sehr unterschiedlich beantwortet. Doch ich für meinen Teil gebe Heike recht, aus dem Wunsch nach mehr Zeit zum Schreiben kann mit Disziplin durchaus eine Schreibgewohnheit werden, die wie das Essen und Trinken ganz einfach zum Leben dazugehört.

Weiter ging es mit der Vortragstechnik, die uns Schauspielerin Katrin Schinköth-Haase kurzweilig näher brachte. Hier lernten wir vor allem unsere Stimme optimal einzusetzen, in dem wir Grimassen machten, unsere Atemtechnik überprüften und nach unserer „mhm-Stimmlage“ (etwas schmeckt lecker Klang) suchten. Dies sind alles wichtige Übungen in der Vorbereitung von öffentlichen Lesungen. IMG_6954

Nach dem Mittagessen gab es eine längere Pause, die ich für einen traumhaft schönen Spaziergang um den Boddensee nutzte. Ich sammelte ein paar frische Kastanien und kreative Ideen für den nächsten Workshop mit Christine Korte: Kreatives Schreiben.

Für jeden Teilnehmer gab es ein Wort, das entweder zu den Tageszeiten, den Kleidungsstücken oder zum Menü gehörten. In einer halben Stunde schrieb jeder zu seinem Wort einen Text, den wir dann innerhalb der Themengruppe besprachen und schließlich vortrugen. Die Texte gibt es hier zum Nachlesen.

Musikalische Lesung in Birkenwerder (Foto: Sandy Seeber)
Musikalische Lesung in Birkenwerder (Foto: Sandy Seeber)

Für den Abend organisierte der FDA eine musikalische Autorenlesung im Birkenwerder Rathaus. Joachim Weigert und Jonas Wilfert gaben der Lesung den musikalischen Rahmen.

  Gelesen haben:

Am Sonntag moderierte Thomas Hohn den letzten Kongress-Workshop: Das 10-Punkte-Programm der Manuskriptüberarbeitung. Wir tauschten uns aus, was funktioniert, auf was wir selbst achten und was uns an anderen Texten stört. Thomas verwies dabei auch auf Tipps von dem erfolgreichen Autor Andreas Eschbach.

Mit Inge verbrachte ich noch einen wundervollen Nachmittag mit Blick auf den Tegener See und als ich schließlich im Flieger nach Hause saß, wusste ich, dass ich wiederkommen würde.

Weitere Eindrücke zum Autorenkongress auf fda-berlin.de.

Was habe ich mitgenommen?

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Screenshot von Amazon.de, verlinkt zu amazon.de
Für mich gab es:

  • neuen Lesestoff,
  • die Begegnung mit spannenden und gleichgesinnten Menschen,
  • viel Energie für meine Projekte,
  • neue Ideen,
  • ein sich bildendes Netzwerk,
  • meine mhm-Stimme
  • Appetit auf ein nächstes Mal
  • Schreib-Tipps
  • Selbstvertrauen
  • einen Mitgliedsantrag für den FDA Landesverband Berlin der mich freundlicherweise aufnimmt, auch wenn ich im mindestens zwei Flugstunden entfernten Dublin wohne
  • die Aufgabe, das Schreiben zur Gewohnheit werden zu lassen.

Einige ausgesuchte Werke der anwesenden Autoren:

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Ich freue mich auf Ihr ‘Gefällt mir’, Ihre Kommentare und bin darüber hinaus auch dankbar für das Teilen meiner Beiträge.

Bis bald

Ihre  Sandy Seeber

©Sandy Seeber, im Oktober 2015

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