Wann lieben Leser deine Bücher?


Wann lieben Leser deine Bücher?

 Nach der Veröffentlichung meines ersten Romans “Aus der Sicht der Dinge – Eine ungewöhnliche Freundschaft” kann ich mich nun endlich um ein neues Romanprojekt kümmern. Die Idee zum neuen Roman trage ich nun schon eine längere Weile mit mir herum. Aber eine Idee ist noch lange kein Buch.

Sandy Seeber sc 011

Als Trainer und Coach habe ich allerhand Werkzeuge zur Hand, die mir helfen, den Schreibprozess zu optimieren und vor allem die gemachten Fehler beim Schreiben von “Aus der Sicht der Dinge” dieses Mal zu vermeiden. Dazu habe ich eine SWOT Analyse gemacht, die ersten Figuren entwickelt und ein paar Ideen zur Handlung und deren Verlauf festgehalten.

Da ich im Vertrieb tätig bin, weiß ich aber auch wie wichtig es ist, dass ein Produkt oder Service auf den Kunde passen muss, damit er es kauft. Ohne eine spezielle Nische wird es sehr schwierig etwas zielgerichtet zu vermarkten und somit nicht die richtigen Abnehmer zu finden. Das führt zu Frustration und im Falle eines Autors möglicherweise auch zu Selbstzweifel. Aus diesem Grund beschäftigen sich Produktentwickler zuerst mit der möglichen Zielgruppe für die man in der Lage ist, ein passendes Produkt zu entwickeln. Man versucht zu verstehen, was die Zielgruppe möchte, braucht und wofür sie Geld ausgeben würde. Mit dem dann entwickelten Produkt bewirbt man nur die passenden möglichen Kunden und das oft sehr erfolgreich. Schließlich hat man genau das, was die Zielgruppe auch möchte.

Doch zurück zum schreiben; wenn das, was in der Wirtschaft funktioniert auch auf den Buchmarkt zutrifft, dann muss ich mich auch vor dem Schreiben eines Romans damit auseinandersetzen, wer mein Leser ist, was er von einem Buch erwartet und warum er es dann auch kauft. Das bringt mich zu der Titelfrage: Wann lieben Leser deine Bücher

Wer jetzt eine klare Antwort von mir erwartet, hat sich ein wenig mehr erhofft als ich bieten kann. Dennoch habe ich ein paar Perspektiven gefunden, die ich hier in Betracht ziehen möchte.

1. Es ist naheliegend das meine Leser gleiche oder ähnliche Bücher mögen wie ich. Also ist meine erste Frage, warum liebe ich ein Buch? Natürlich funktioniert das auch mit der Frage, warum mag ich ein Buch eher nicht?

2. Genau aus diesem Grund wundere ich mich auch, was mich dazu animiert ein Buch zu kaufen. Sind es Empfehlungen von Familie, Freunden und Bekannten, sind Rezensionen entscheidend oder ist es der Einband, der mich dazu einlädt, mehr zum Buch zu erfahren.  

3. Jetzt wird es ein wenig schwieriger. Denn meine nächste Frage geht um die Erwartungshaltung. Was erwarte ich von einem Buch? Erwarte ich, eine sanfte Geschichte, die mich in eine andere Welt entführt, oder ein blutrünstigen gewaltvollen Krimi, der mir Angst und Schrecken einjagt oder einen Thriller, der mich tagelang auch nach dem Auslesen nicht mehr loslässt, oder gar eine andersartige Welt, die sich vor mir entfaltet, oder…oder…oder …? Wann erfüllt ein Buch meine Erwartungen?

4. Doch das Wissen ist noch längst nicht alles. Denn diese Erkenntnisse sollte ich auch in meinen neuen Roman einfließen lassen, aber wie mache ich das am besten? Ich könnte sicher darauf achten, Dinge, die mir an anderen Büchern nicht gefallen zu vermeiden, wie zum Beispiel seitenlange Beschreibungen oder Nebenhandlungen, die für die Haupthandlung unwichtig sind und den Roman lediglich aufblähen. Ich sollte auch genau festlegen, in welches Genre der Roman gehört und welche Leser ich erreichen möchte. Hier sind folgende Fragen sicher hilfreich: Wer sind meine Leser für diesen neuen Roman? Welcher Altersgruppe gehören sie an? Was mögen sie an Büchern? Was ist ihnen wichtig, wenn sie ein Buch lesen?

5. Doch es gibt noch mehr zu beachten. Etwas, dass im Training sehr gut funktioniert ist, jedes Projekt mit einem gewünschten Ende im Kopf anzufangen. Hier meine ich nicht das Ende der Geschichte, vielmehr nehme ich Bezug auf den Leser.  Warum lesen sie mein Buch? Was gefällt ihnen besonders an der Geschichte? Was sagen sie, nachdem sie das Buch gelesen haben? Wie empfehlen sie dieses Buch weiter? Wie wurden die Leser erstmals auf dieses Buch aufmerksam? Das hilft der Kreativität beim Schreiben eine gewisse Richtung zu geben.

All diese Perspektiven zur Frage, wann Leser meine Bücher lieben, mögen dabei helfen, die richtigen Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Romanprojekt zu setzen. Vielleicht sind es aber auch andere Erkenntnisse, Erfahrungen und Antworten auf diese Frage, die letztendlich dazu führen, dass Leser bestimmte Bücher einfach lieben.

Ihre Sandy Seeber

Aus der Sicht der Dinge – Eine ungewöhnliche FreundschaftAusDerSichtDerDinge_3D

Die ungewöhnliche Freundschaft zwischen der siebenjährigen Lisa und dem weltbereisten peruanischen Teddybär Osito greift die größten philosophischen Fragen der heutigen Zeit auf und lieferte zudem interessante Sichtweisen, nämlich die Sicht der Dinge.

Ein #1 Bestseller Roman für Kinder und Erwachsene, die gerne in Fantasiewelten eintauchen, um der wirklichen, nicht immer angenehmen Welt auch einmal den Rücken zu kehren.

 Hier als Kindle oder Taschenbuch erhältlich! 

Erschienen im RomanVerlag, Juli 2013

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2 Kommentare

    • Genau..und ich liebe das besonders. Andererseits gibt es sicher viele Ansätze und man kann sich mit zuviel planen auch einen Käfig schaffen, der den Lauf der Kreativität eher einschränkt.
      Dennoch stelle ich mir vor wie Millionen von Lesern meine Romane verschlingen und auf den nächsten ungeduldig warten. Vielleicht eine illusorische Wunschvorstellung, aber ich meine, dass genau davon die besten Geschichten kommen – von der Vorstellungsgabe… .

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