„Tabu“ von Ferdinand von Schirach


erhältlich hier als Kindle eBook* und überall, wo es Bücher gibt:

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Screenshot von Amazon.de, 10.7.2015

Kurzbeschreibung:

Ein Künstler und ein Anwalt versuchen zu begreifen, was Wahrheit ist … Ferdinand von Schirachs neues Buch ist ein Künstlerroman, ein Justizdrama und am Ende ist es eine Beschreibung der Abgründe des Menschen. Sebastian von Eschburg verliert als Kind durch den Selbstmord seines Vaters den Halt. Er versucht sich durch die Kunst zu retten. Er zeigt mit seinen Fotografien und Videoinstallationen, dass Wirklichkeit und Wahrheit verschiedene Dinge sind. Es geht um Schönheit, Sex und die Einsamkeit des Menschen. Als Eschburg vorgeworfen wird, eine junge Frau getötet zu haben, übernimmt Konrad Biegler die Verteidigung. Der alte Anwalt versucht dem Künstler zu helfen – und damit sich selbst. Schirach schreibt über ein aktuelles gesellschaftliches Thema, das den Leser zwingt, grundsätzliche Entscheidungen zu treffen. Aber dieses Buch ist viel mehr: Schirach hat den Roman eines Lebens geschrieben, lakonisch, poetisch, berührend. (Amazon.de)

Über den Autor

Ferdinand von Schirach, geboren 1964, arbeitet als Strafverteidiger und Schriftsteller in Berlin. Seine Storybände »Verbrechen« und »Schuld« wurden, genau wie sein erster Roman »Der Fall Collini«*, zu internationalen Bestsellern. In mehr als dreißig Ländern erschienen Übersetzungen. Schirach wurde mit dem Kleist-Preis und anderen – auch internationalen – Literaturpreisen ausgezeichnet. Zuletzt veröffentlichte er im September 2013 seinen Roman »Tabu«*. In seinen Essays und Reden äußert er sich regelmäßig zu großen gesellschaftspolitischen Themen.

Mein Fazit: ***** Clever inszenierter Roman; klar und vollkommen

Sebastian von Eschenberg sieht die Welt in Farben und in ihr ist “… die Farbe der Zeit: ein dunkles, IMG_6330sanftes Grün.” Die frühen Jahre, das Internat, die wässrige Mutter, der jagende Vater, ein Schuss – Schirach zeichnet die Kindheit seines Protagonisten mit klarer Tinte. Auch als die Leser Eschberg auf seinem Weg zum angesehenen Künstler begleiten, verschmieren die kräftigen Farben nicht. Doch zwischen den Zeilen verschwimmen die Töne kaum wahrnehmbar und die Ahnung wird zu einer verstörenden Gewissheit, die trügerisch den wahren Ereignissen vorausrennt. 

Es muss nicht immer so sein wie es scheint. Wirklich ist nicht immer gleich wahr und Wahrnehmung muss sich nicht nur, sondern wird sich wandeln, sobald die Fakten offen liegen. Bis dahin bleibt alles eine Mischung des Erlebten, jener Farben mit denen sich die eigene Welt über Jahre verkleidet hat. Schierach hat sich diese Kleider zu Nutze gemacht und einen Roman geschrieben, in dem er sie eintauscht – gegen frische Perspektiven.

In zwei mal zwei Stunden hat mich Schirach überzeugt, mich festgehalten und eine Tür aufgestoßen, von der ich nicht einmal wusste, dass sie existierte. Als das letzte Wort in mir verklungen war, brauchte ich keine Antwort mehr – nicht für den Roman und auch nicht für mich. Eine Farbe blieb jedoch: “… die Farbe der Zeit: ein dunkles, sanftes Grün.”

Mein Fazit: „Tabu“ ist ein clever inszenierter Roman; klar und vollkommen.

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Bis bald, Ihre  Sandy Seeber

© Sandy Seeber, Juli 2015

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