Gedanken, die mich verfolgen


Es gibt so viel zu denken und dabei brauche ich nicht einmal etwas hinzufügen, mein Kopf kann das von ganz allein. Immer wieder verfängt sich ein Gedanke mit einer harmlosen Erinnerung und schon manifestiert sich ein Gebilde, das wenn ich schließlich eingreife, sofort wieder in sich zusammenfällt, nur um gleich am nächsten Luftschloss zu bauen.

Foto: Sandy Seeber, 2014Selten halte ich eine neue Idee davon ab, sich zu inszenieren. Viel zu spannend präsentiert sich diese Inspiration mit ihren Möglichkeiten, die unendlich aus ihr heraussprudeln, um mein Hirn in die Falle zu locken. Einmal am Haken philosophiert es dann munter über einen Plan, für den der Geistesblitz zwar als ursprüngliche Vorlage dient, aber schon lang nicht mehr zum Inhalt gehört.

Erst wenn die Ausgestaltung an ihre Grenzen stößt und dem Geist mit Hindernissen droht, kommt das Denken ins Stocken und ich erkenne wie mein Kopf es mal wieder geschafft hat, mich auszutricksen. Doch bevor der nächste Samen zu keimen beginnt, atme ich ganz tief und langsam ein und wieder aus. Dabei konzentriere ich mich ausschließlich auf meinen Atem, der sich erst in meinen Lungen ausbreitet, um sich danach gemächlich wieder aus dem Inneren meines Körpers zurückzuziehen. Wie ein Gedanke, denke ich und schon greift die Logik das auf, um genau zu analysieren, mit Erinnerungen abzugleichen und einen belastbaren Beweis zu finden, der schließlich zu einer wichtigen Erkenntnis führen könnte.

Bahnbrechend sollte sie sein, diese Erkenntnis, die mich wieder ein Stückchen schlauer machen würde und wieder etwas Neues begreifen lassen würde. Dann brennen die Augen. Ein Gähnen entweicht meinem Mund. Ich rekel und strecke mich und versuche das mit dem Atmen noch einmal bis ich irgendwann zwischen spannenden Inszenierungen und Problemlösungsstrategien in einen unruhigen Schlaf falle, in dem mich Gedanken verfolgen, vielleicht aus ihrer Wut heraus, weil ich sie nicht zu Ende denken wollte.

Ich freue mich auf Ihr ‘Gefällt mir’, Ihre Kommentare und bin darüber hinaus auch dankbar für das Teilen meiner Beiträge. 

Bis bald

Ihre  Sandy Seeber

©Sandy Seeber, Juni 2015

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8 Kommentare

  1. Good morning Sandy,
    ich habe diesen Artikel bei dir bewusst angeklickt. Als ich anfing zu lesen, war ich gleich überrascht bei dem Satz…. „Viel zu spannend präsentiert sich diese Inspiration mit ihren Möglichkeiten, die unendlich aus ihr heraussprudeln, um mein Hirn in die Falle zu locken. Einmal am Haken philosophiert es dann munter über einen Plan, für den der Geistesblitz zwar als ursprüngliche Vorlage dient, aber schon lang nicht mehr zum Inhalt gehört“…. und dachte, das bin ja ich.
    Beim Weiterlesen ging es mir genauso, weil es mir ganz ähnlich geht. Das find ich schon sehr spannend!
    Ich bin dabei, auf mein Hirn Einfluss zu nehmen und bin auch schon ganz gut damit gefahren.
    Kann das aber z. Zt. nicht mehr mitteilen.
    Wenn du Interesse hast, melde ich mich gerne später nochmal!
    Herzl. Gruß
    PJP

    Gefällt 1 Person

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