Subjektiver Unsinn objektiv gesehen


…oder wie ein Objekt der Subjetivität ein Ende macht!

Heute aus der Sicht eines Zeitungsartikels.

Eigentlich versuche ich  Objektivität zu wahren, schließlich ist das mein Anspruch! Leider ist das leichter geschrieben als erreicht. Woher soll ich denn wissen, in welchen Hals ein Leser meine Nachricht bekommt. Damit es mir leichter fällt, Aufmerksamkeit zu erregen, kümmere ich mich natürlich nur um diejenigen, die auch tatsächlich ein Interesse an meiner Info haben. Damit ist natürlich ein Teil der Objektivität verschwommen. Nicht das mir das viel ausmachen würde, schließlich brauche ich eine Daseinsberechtigung, oder etwa nicht?

2013-11-21 16.08.23Der nächste Teil der Objektivität geht beim Leser verloren, schließlich passt der das Gelesene in sein eigenes Gemälde von langjährigen verfärbenden Erfahrungen. Leider kann ich nicht beurteilen, ob diese gut oder schlecht gewesen sind. Woher auch? Manchmal sind es tatsächlich nur einzelne Wörter, die sich beim Lesen irgendwie verselbständigen. Ich hab da wenig Chancen, sie aufzuhalten, schließlich muss ich mich um all die anderen übrig gebliebenen kümmern. Wenn ich mir vorstelle, dass sich die dann auch noch auf und davon machen, dann wäre es sicher mit dem Geschäft der Nachrichten bald vorbei. Nun ich will nicht zu viel jammern, nicht dass ich noch Gefahr laufe, dass mir nachgesagt wird, dass mir das Zusammenhalten der Wörter zuviel ist. Obwohl selbst das eine sehr subjektive Aussage wäre. Wie man sieht, es wird immer komplizierter. Also versuche ich mal schnell meine Satzgefüge wieder einzusammeln.

Objektivität erfährt sich am Objekt und daran versuche ich mich zu halten. Doch das Objekt selbst kann aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Damit sollte es also am besten von mehreren Seiten betrachtet werden. Leider  können auch diese Seiten unzählig sein. Deshalb werden sie begrenzt; natürlich auf das Interesse des Lesers. Und sind wir doch mal ganz ehrlich, wer will schon darüber lesen, welche positiven Auswirkungen eine Firmenschließung mit sich bringt oder wieviele Menschen Ihre Familien vernachlässigen und ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, nur um endlich den Konsumenten mit der neuesten technischen Errungenschaft zu überzeugen.

Ob es echte Objetivität gibt, mag ich zu bezweifeln, da Leser Informationen, oft unbewusst, in ein Meer von Erfahrungen tauchen, sie verschwimmen, verfärben oder gar verwandeln. Eine Meldung kann daher nur so objetiv sein, wie ein Leser sie auch objektiv zu betrachten vermag.

Ein Zeitungsartikel im Januar 2014

Autor: Sandy Seeber, Januar 2014
Foto zeigt Artikel von Patrick Krug, TA Gotha, 21.11.2013
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